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Wie weiter mit dem Klimanotstand...  

Gespräch im Röthelheimpark

Wie weiter mit dem Klimanotstand...  

… und vor allem: Wie bringt man die Menschen in Erlangen dazu, dabei mitzumachen? Das fragen sich Andreas Jenne und Carsten Bartens schon, seit der Stadtrat im Mai den Klimanotstand ausgerufen hat. Die beiden sehen in der Klimakrise eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Deshalb unterstützen Sie als „Parents-for-Future“ ihre Kinder im Teenager- und Studierenden-Alter bei deren Forderungen nach einer echten Klimawende.

Den Erlanger Oberbürgermeister haben sie eingeladen, weil sie das Anliegen, diese große Aufgabe zu stemmen, in die breite Bevölkerung tragen wollen. Andreas Jenne: „Nur wenn wir das Thema gemeinschaftlich angehen und alle einen Beitrag leisten, können wir die Klimakatastrophe abwenden. Dazu müssen wir ein breites Bewusstsein für das Problem schaffen und für alle Maßnahmen für Akzeptanz in der Gesellschaft sorgen.“ Nur wie? Carsten Batens: „Man müsste eine große Kampagne starten und Plattformen schaffen, damit die unterschiedlichen Akteure in Interaktion treten können und so das Engagement vieler Einzelner besser verzahnt wird.“

In dem knapp einstündigen Gespräch tauschten die drei verschiedene Ideen aus und wogen Alternativen ab. Das Problem: Wo erreicht man alle Menschen in Erlangen? Vielen Veranstaltungen werden immer nur von bestimmten Bevölkerungsgruppen besucht. Und das Thema Klimaschutz spricht nicht auf Anhieb jede/n an, auch wenn die Auswirkungen bereits für alle deutlich spürbar sind. Florian Janik: „Wichtig ist es, das Thema Klimaschutz konkret und erfahrbar mit der Lebenswelt der Menschen zu verknüpfen. Und die Leute müssen direkt angesprochen und persönlich eingeladen werden.“

Die Idee: Die Sportvereine und die Kirchengemeinden erreichen in der Summe wahrscheinlich am meisten Erlangerinnen und Erlanger direkt. Wenn es gelingt, die Vereine und Kirchen mit ins Boot zu holen, um für konkrete Projekte zu werben, vielleicht sogar mit einer kleinen „Arbeitsgruppe Klimaschutz“ als Ansprechpartner für und Vermittler zur Stadt zu fungieren, könnte es gelingen, viel mehr Menschen zu erreichen und zum Mitmachen zu bewegen. So könnte ein breites Aktionsbündnis entstehen, dass die vielen Aufgaben, die der Klimaschutz mit sich bringt, im Auge behält und die Stadt bei deren Umsetzung gezielt unterstützt und begleitet.

Diese Idee nahm Florian Janik dankbar mit und versprach: „Das kümmere ich mich gleich nach meinem Urlaub darum! Wenn nun noch viele junge Menschen der Fridays-for-Future-Bewegung dies in ihren Vereinen und Gemeinden unterstützen und auch seitens der Basis einfordern, kann daraus ein wirklich toller Beteiligungsprozess werden.“ 

27. Juli 2019

 

Röthelheimpark

 

Klimanotstand

 

 

Gespräch

 

 

"Wichtig ist es, das Thema Klimaschutz konkret und erfahrbar mit der Lebenswelt der Menschen zu verknüpfen. Und die Leute müssen direkt angesprochen und persönlich eingeladen werden".