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Verkehr in der Friedhofsstraße 

Friedhofsstraße, Erlangen

Verkehr in der Friedhofsstraße 

Seit vielen Jahren versucht Tina Stramke mit ihren Nachbarn die Verkehrssituation in ihrer Straße zu verbessern. Bereits auf zwei Bürgerversammlungen haben sie Anträge gestellt, mehrfach das Gespräch mit den Ordnungshütern gesucht.

Nachdem sie von ihrer Chefin erfahren hatte, dass man den Oberbürgermeister für einen Termin buchen kann ging es dann ganz schnell und so hat man sich an einem sonnigen Freitagnachmittag gemeinsam getroffen.

Insgesamt sieben Nachbarn waren zusammen gekommen um die Probleme der kleinen und zierlichen Seitenstraße im Herzen Brucks zu besprechen. Und da gibt es so einiges: Ein Verkehrsspiegel der erst vor einem Jahr neu angebracht wurde weil er kaputt gegangen war, der jetzt aber zu klein und an der falschen Stelle angebracht ist. Ein Gebäude vor dem in der Vergangenheit immer längs zur Straße geparkt werden konnte, was nun aber die Polizei untersagt, oder ein Stoppschild an das sich niemand wirklich hält. Dinge die Florian Janik mitnehmen und an die entsprechenden Stellen weitergeben wird um hier eine Verbesserung der Situation herbeizuführen.

Auch der Hol- und Bringeverkehr der Eltern zur Max und Justine Elstner Grundschule bzw. dem Städtischen Kindergarten ist zu den Stoßzeiten ein echtes Problem „Hier ist jeden Morgen ein Tumult und Rummel wegen der vielen Fahrzeuge“ sagt einer der Nachbarn. Zu einem Teil ist das nachvollziehbar für Florian Janik, denn Kindergartenkinder müssen von Eltern begleitet werden: „Es ist nicht erlaubt diese alleine los zu schicken“. Leider nutzen dafür einige ihre Autos und insbesondere SUVs, statt zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nutzen. Derzeit ist es leider ein Trend auch Schulkinder mit dem Auto bis vor die Tür zu bringen. Die dadurch entstehenden Verkehrsprobleme möchte der Oberbürgermeister mit der Einrichtung einer Hol- und Bringezone, eines sogenannten „Kiss and Ride Parkplatz“ eindämmen: „An der Loschgeschule haben wir damit eine Reduktion des Verkehrs von 50% erreicht“.

Dazu kommen noch hunderte Fahrzeuge jeden Tag, die die kleine Anliegerstraße nutzen um sich drei Ampeln zu sparen. Das klappt natürlich nur dann, wenn man statt der erlaubten 30 mit bis zu 70 km/h entlangschießt. „Könnte man nicht mit Bodenwellen die Geschwindigkeit verringern“ fragt einer der Anwesenden. Der Oberbürgermeister würde das komplett unterstützen, leider ist dies aber in Bayern nicht erlaubt: „Dazu müsste erst das Gesetz geändert werden“. Der Vorschlag den Florian Janik dann macht finden die Anwesenden gut: „Die Umwandlung in eine Spielstraße wäre höchstwahrscheinlich möglich“. In Kombination mit Barrieren, in Form von Blumenkübeln oder ähnlichem, würde nicht nur der Verkehr deutlich gebremst, sondern auch das wilde Parken an zu engen Stellen abgestellt werden. Denn „Parken im verkehrsberuhigten Bereich ist nur auf markierten Flächen erlaubt“. „Das gießen der Blumen würden wir übernehmen“ sagt einer der Nachbarn und die Aussicht auf eine Verbesserung der Situation lässt ihn sichtlich strahlen. Nun wird der Oberbürgermeister das zuständige Amt mit einer Überprüfung der Straße beauftragen, denn es gibt strenge gesetzliche Vorlagen für die Umwidmung. „Es sieht aber machbar aus“, so Florian Janik.

Alles in allem war man nach dem Termin „zufriedener als vorher“ sagt Tina Stramke mit einem zwinkern. Bleibt zu hoffen dass die geplanten Veränderungen den gewünschten Effekt haben und die Anwohner der Friedhofsstraße in Zukunft wieder etwas ruhiger leben können.

28. Juni 2019

 

Bruck

 

Verkehr,

 

 

 

Ortsbesuch

 

 

Die dadurch entstehenden Verkehrsprobleme möchte der Oberbürgermeister mit der Einrichtung einer Hol- und Bringezone, eines sogenannten „Kiss and Ride Parkplatz“ eindämmen: „An der Loschgeschule haben wir damit eine Reduktion des Verkehrs von 50% erreicht“.