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Ja zu mehr Perspektive für die Ökologie und den Tierschutz! 

Altstadtmarktpassage

Ja zu mehr Perspektive für die Ökologie und den Tierschutz! 

Samstag um die Mittagszeit, die Sonne strahlt. Frau Susann Dinkelacker hat Herrn Janik ins Lesecafe „Anständig essen“ eingeladen, da sie ein großes Anliegen hat. Sie setzt sich für den Tierschutz ein, für eine lebenswerte Umwelt und ein nachhaltiges Leben.

Auch deshalb freut sie sich über den vom Stadtrat ausgerufenen Klimanotstand. „Das ist eine super Sache“, so Frau Dinkelacker und das kann Florian Janik nur bestätigen. Ihn freut besonders die Art, wie es hierzu gekommen ist. Dass die Initiative von den jungen Bürger*innen von Fridays For Future kam, sie ihr Anliegen in die Bürgerversammlung gebracht haben, es angenommen und dann im Stadtrat beschlossen wurde. Es braucht solches Engagement seitens der Bewohner*innen. „Jetzt müssen wir noch mehr handeln“, meint der Oberbürgermeister. „Handeln“, ein Stichwort das Susann Dinkelacker nutzt, um über eines ihrer Anliegen zu sprechen. Sie selbst lebe seit mehreren Jahren vegan, berichtet sie. Ihr ist es wichtig, dass Tiere nicht für den Menschen leiden und/oder sterben müssen, doch braucht es Arbeitgeber, die solch eine Lebensweise unterstützen. Beispielsweise durch ein stets vorhandenes Angebot in den firmeneigenen Kantinen, berichtet sie weiter. Auch sieht Frau Dinkelacker noch an weiteren innerbetrieblichen Abläufen Nachholbedarf, etwa beim vermeiden von unnötigen Strom-, Plastik- und Papierverbrauch. Vorgaben zu der hauseigenen Politik der Unternehmen kann er nicht betreiben, muss Florian Janik Frau Dinkelacker klar machen, doch kann man versuchen die Betriebe mehr dazu zu motivieren nachhaltig zu denken. Klar ist, dass man als Stadt deutlich weiter sei, denn so achte man beispielsweise in den eigenen Kantinen darauf, dass ein entsprechendes Essensangebot vorhanden sei.

Auch interessiert die Tierschützerin, ob der Oberbürgermeister denn je auf den Hund gekommen sei. Dies muss Florian Janik verneinen, auch weil er viel mehr ein Katzenfreund ist. Dennoch ist es ihm wichtig, dass sich auch die Vierbeiner in Erlangen wohlfühlen können. Hierzu kann Frau Dinkelacker etwas erzählen, denn ´92 hatte sie sich einen Hund aus dem Erlanger Tierheim geholt. Zu der Zeit hatte sie massive Probleme einen ungestörten Auslaufort für ihren Vierbeiner zu finden. Ein Problem, dass der OB verstehen kann, auch weil er der Meinung ist, dass Hunde in der Stadt an die Leine gehören. Doch deshalb braucht es Kompromisse. Und in der Zwischenzeit habe sich in Erlangen viel getan. Die Stadt hat mehrere in Erlangen verteilte Freilaufzonen bereitgestellt. Auch ist eine Weiterentwicklung absehbar. Eine Initiative, welche die Tierschützerin sehr freut.

Nun möchte Susanne Dinkelacker noch wissen, welche ökologischen Initiativen Erlangen unterstützt. „Wir haben schon vor dem Volksbegehren viel gemacht und werden unsere Maßnahmen auch sukzessiv ausbauen“, berichtet der Oberbürgermeister. Das Essen in den städtischen Kitas habe mindestens 25% Bioanteil, die Zuschüsse für den Tierschutz wurden erhöht, Zirkussen mit Wildtieren wird ein Auftritt in Erlangen verwehrt, für die Erlanger Taubenpopulation gibt es fünf Taubenhäuser, man habe dem Tierheim beim Neubau Hilfe angeboten und man setzt sich für insektenfreundliche Wiesen ein – nur um ein paar der aufgezählten Punkte zu nennen. Maßnahmen, die Frau Dinkelacker anerkennt und dennoch sieht sie noch Potential. „Erlangen könnte neben Berlin Tierschutzhauptstadt werden“, erklärt Susanne Dinkelacker, doch bräuchte es dazu noch mehr. Konkrete Vorschläge hat sie auch parat, so bräuchte es eine noch bessere Vernetzung der Tier- und Naturschützer*innen in Erlangen, mehr Gespräche mit den Partnerstädten, um so mitunter auch dort für einen Klimanotstand zu werben, eine möglichst schnelle Förderung des veganen Essens an sämtlichen städtischen Einrichtungen, die Einrichtung eines Lehrstuhles für eine tierversuchsfreie Forschung und auch einen Tierschutzbeauftragten. Punkte, die Florian Janik sich aus dem Gespräch mitnehmen wird.

29. Juni 2019

 

Altstadtmarktpassage

 

Klimanotstand, Tierschutz,

 

 

 

Gespräch

 

 

„Wir haben schon vor dem Volksbegehren viel (für Tiere gemacht) gemacht und werden unsere Maßnahmen auch sukzessiv ausbauen“, berichtet der Oberbürgermeister. Das Essen in den städtischen Kitas habe mindestens 25% Bioanteil, die Zuschüsse für den Tierschutz wurden erhöht, Zirkussen mit Wildtieren wird ein Auftritt in Erlangen verwehrt (...).