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Durchgangsverkehr in der Neuen Straße


Neue Straße, Innenstadt

Durchgangsverkehr in der Neuen Straße

Seit Mitte August ist nun die Neue Straße eine sogenannte unechte Einbahnstraße. Der Stadtrat hat diese beschlossen, um den sehr hohen Durchgangsverkehr durch die Neue Straße und damit auch die daraus resultierende hohe Feinstaubbelastung zu reduzieren. Aus östlicher Richtung kommend dürfen nur noch Notfälle und der logistische Verkehr der Uniklinik durchfahren. Deswegen unechte Einbahnstraße. Seit der Einführung gibt es in der Öffentlichkeit hitzige Debatten über diese Maßnahme. Florian Lindner, der in der Neuen Straße wohnt, hat um einen Termin mit Florian Janik gebeten und zwei Anwohner:innen mitgebracht. Denn alle drei finden es gut, dass die Stadt endlich was unternommen hat, um das hohe Verkehrsaufkommen in der Neuen Straße zu verringern. 

Besonders positiv findet er, dass nun Fahradfahrer:innen nicht mehr auf dem Gehweg fahren. Er würde sich aber wünschen, dass die Stadt noch mehr macht, um den motorisierten Individualverkehr in der Stadt zu reduzieren. 

Florian Janik berichtet, dass erste Messungen an der Neuen Straße ergeben haben, dass die Erwartungen der Verkehrsplanung deutlich übertroffen worden sind: „Wir rechneten damit, dass mit dieser Maßnahme sich der Verkehr um die Hälfte reduzieren wird. Tatsächlich ist uns eine Reduzierung um bis zu 90% gelungen. Auch in der Essenbacher Straße ist keine signifikante Erhöhung des Verkehrs feststellbar.“ Dies spricht dafür, dass wie gewünscht, der Durchgangsverkehr nun über die Werner-von-Siemens-Straße auf die Autobahn fährt. 

Sobald die Baumaßnahmen am Uniklinikum abgeschlossen sind, kann sich Florian Janik auf der Höhe des Maximiliansplatzes auch die Einführung eines Shared Space vorstellen. Der Shared Space erfreut sich in immer mehr europäischen Großstädten größerer Beliebtheit, da hier alle Verkehrsteilnehmer:innen, also PKW, Fahrrad und Fußgänger:innen, gleichberechtigt sind. 

Es wurde nicht nur über den Durchgangsverkehr in der Neuen Straße gesprochen. Der Nachbar von Herrn Lindner, der Einzelhändler in der Altstadt ist, wünscht sich eine Verlängerung der Fußgängerzone bis zum Martin-Luther-Platz. Denn er ist der Überzeugung, dass eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Altstadt für Fußgänger:innen auch die Kundenfrequenz erhöhen würde. Auch den City-Bus, den es in den 80er Jahren kurzzeitig gegeben hatte, wurde angesprochen. Diesen gab es nur für ein Jahr, weil die Rechtsaufsicht, die Regierung von Mittelfranken, es verboten hat den City-Bus kostenlos zu fahren. Florian Janik versucht nun gemeinsam mit der Verwaltung zu klären, ob und unter welchen Konditionen man den City-Bus wieder fahren lassen kann: „Wenn alles klappt, kann der City-Bus schon kommendes Jahr fahren. Im Idealfall kostenlos.“

17. Oktober 2019

 

Neue Straße, Innenstadt

 

Verkehr 

 

 

 

Ortsbesichtigung

 

 

„Wenn alles klappt, kann der City-Bus schon kommendes Jahr fahren. Im Idealfall kostenlos.“