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Bildungschancen verbessern

Gespräch im Zollhausviertel

Kann die Stadt Erlangen Einfluss auf die Angebotssituation von Schulen nehmen?

Das war die Frage, die Ursula Pirkwieser mit Oberbürgermeister Dr. Florian Janik diskutieren wollte. Die beiden trafen sich bei schönstem Sommerwetter im gemütlichen Garten des Café Weiß am Lorlebergplatz. 

Konkret ging es dabei um die Erlanger Wirtschaftsschule. "Warum nimmt die Wirtschaftsschule Kinder erst ab der 6. Klasse und nicht bereits ab der 5. Klasse?" lautete die Frage. "Kann die Stadt das nicht ändern?" Für viele Kinder könnte im Übergang von der Grundschule an weiterführende Schulen eine Lücke geschlossen und damit das Angebotsspektrum zur Erreichung eines mittleren Schulabschlusses verbessert werden. "Die Idee ist gut und wird von mir grundsätzlich auch befürwortet", so Janik. "Allein: Das liegt nicht im Entscheidungsbereich der Stadt Erlangen sondern des Freistaats Bayern."

Das Anliegen wäre somit konkret an die zuständige Schulverwaltung zu adressieren. In der Regel ist der Übergang auf Wirtschaftsschulen erst ab der 7. Klasse möglich. In Erlangen wird modellhaft der Übergang an die 6. Klasse erprobt. Ein Modell ab der 5. Klasse wäre jedoch ebenfalls wünschenswert. Darin waren sich Ursula Pirkwieser und Florian Janik einig. Denn das würde die Durchlässigkeit des Schulsystems erhöhen und ermöglichen, dass Kinder, die die Wirtschaftsschule wählen wollen, dies auch schon nach der Grundschule tun können und nicht erst eine Schleife über andere Schultypen ziehen.

Ein weiterer Gesprächspunkt war der Sanierungsbedarf an der Grundschule in Eltersdorf. Der Bedarf wei, so Janik, durchaus gegeben. Die Toiletten wurden auch bereits saniert. Allerdings ist aufgrund der Ausbauplanung von Ganztagsschulen eine neue Bedarfsbewertung erfolgt. Da die Hortsituation in Eltersdorf ausgezeichnet ist, sind andere Schulen mit Sanierungsbedarf mit Blick auf den Ganztag in der Liste nach oben gerutscht, so dass die GS Eltersdorf hier nicht vordringlich zum Zuge kommt.

Die Stadt Erlangen fördert die Einrichtung offener Ganztagsschulen im Rahmen ihrer Ziele als familienfreundliche Stadt. Als Schulstadt unterstützt sie die offene Ganztagsschule, in der Schülerinnen und Schülern weitergehende Bildungs-, Betreuungs- und Fördermöglichkeiten eröffnet werden. Um die bestehenden Ganztagsangebote in Erlangen weiter zu verbessern, wird die Einrichtung weiterer offener Ganztagsangeboten an Grundschulen aktuell geprüft und an geeigneten Standorten umgesetzt.

03. Juni 2019

 

Lorlebergplatz

 

Bildung

 

 

 

Gespräch

 

 

"Die Idee ist gut und wird von mir grundsätzlich auch befürwortet", so Janik. "Allein: Das liegt nicht im Entscheidungsbereich der Stadt Erlangen sondern des Freistaats Bayern."